Wie erkläre ich Lücken im Lebenslauf

Der Lebenslauf – Ihr Aushängeschild

Der Lebenslauf ist ein wichtiges „Marketing-Instrument“ bei Ihrer Bewerbung.

Wenn Ihre berufliche Erfahrung überzeugt, habe Sie gute Chancen zu einem Gespräch eingeladen zu werden.

Der „Bilderbuch-Lebenslauf“ ist lückenlos.

Nach Ende Ihrer Schulzeit reiht sich eine berufliche Station an die andere. Möglichst wenige Jobwechsel, eine überzeugende berufliche Weiterentwicklung. – So die Theorie.

Im richtigen Leben passieren Dinge, die weder ich noch Sie geplant haben.

Ein Unternehmen wird verkauft, der Vorgesetzte wird ausgetauscht und schon müssen Sie sich beruflich neu orientieren.

Lücken im Lebenslauf oder häufige Jobwechsel sind noch lange kein Grund sich auf eine Stelle nicht zu bewerben.

Häufige Jobwechsel

Wenn Sie Ihre Jobs häufig gewechselt haben, begründen Sie diese Wechsel – sehr kurz im Lebenslauf.

Haben Sie selber gekündigt oder gab es betriebliche Gründe für die Kündigung.

Halten Sie sich mit Informationen zurück – mehr können Sie dann im Gespräch erklären.

Ohne diese Informationen fängt der Leser an zu spekulieren. Das sollten Sie auf jeden Fall verhindern.

Lücken im Lebenslauf

Lücken sind die Zeiten, die Sie nicht durch ein Arbeitszeugnis belegen können oder Zeiten, die Sie für andere Dinge genutzt haben.

Wenn Sie weniger als sechs Monate eine „Auszeit“ genommen haben – lassen Sie es ohne Kommentar so im Lebenslauf stehen.

Im Gespräch können Sie es dann erklären.

Haben Sie „Pausen“ von mehr als sechs Monaten oder mehreren Jahren in Ihrer Berufstätigkeit erklären Sie dies im Lebenslauf.

Wenn Sie sich in dieser Zeit um das Wohl und die Erziehung Ihrer Kinder gekümmert haben – ist es einfach.

Im anderen Fall beschreiben wie Sie Ihre „Freie Zeit“ genutzt haben. Habe Sie sich ehrenamtlich engagiert? Habe Sie andere wichtige Aufgaben übernommen? - Es geht darum, klar zu machen, dass Sie nicht nur mit shoppen beschäftigt waren. Bleiben Sie hier bei der Wahrheit. Einen Gefängnisaufenthalt würde ich allerdings umschreiben.

Ein Beispiel aus meiner Beratungspraxis

Zu mir ins Coaching kam eine Frau – Anfang vierzig-.

Sie hatte eine qualifizierte Ausbildung und auch einige Jahre verantwortungsvolle, eigenständige Tätigkeiten ausgeübt.

Nach ihrer Heirat war sie für viele Jahre nicht berufstätig.
Ihr Mann wollte nicht, dass sie berufstätig war und das Einkommen war für beide gut auseichend.

Kinder hatte das Ehepaar nicht.

Nach ihrer Scheidung wollte und musste sie wieder arbeiten.
Dazu hatte sie eine kaufmännisches Wissen auf den neuesten Stand gebracht.
Sie wollte eine Position im Controlling finden.

Der Umgang mit Zahlen gefiel  ihr sehr gut .
Bisher war sie bei ihren Bewerbungen nicht erfolgreich.

Die lange Auszeit fiel ihr – trotz guter Qualifikation – immer wieder auf die Füße.

Um das zu ändern, kam Sie zu mir ins Coaching.

Erfolg

Sie erzählte mir, was sie in ihrer Auszeit gemacht hatte.

Sie hatte ehrenamtlich große Veranstaltungen organisiert – inklusive Planung und Vermarktung.
Sie hatte ihren Vater im Sterben begleitet, ein größeres Immobilienvermögen verwaltet.

Alle diese Aktiitäten nahmen wir in ihren Lebenslauf auf.
Aus diesen Tätigkeiten lassen sich viele Fähigkeiten und Stärken ableiten, die auch zum Aufgabenfeld des Controllings passen.
Mit dem neuen Lebenslauf wurde sie nun endlich zu ersten Bewerbungsgesprächen eingeladen.

Auf einmal war es für die Unternehmen spannend über das zu reden, was sie an sehr speziellen Erfahrungen mitbrachte.
Und es dauerte nicht mehr lange und der passende Job im Controlling war gefunden.

Fazit

Nicht jede lange Studiendauer und jede Auszeit muss ich im Lebenslauf erklären.

Überlassen Sie es auch der Aufmerksamkeit und Neugier des Lesers, Sie danach zu fragen.
Wichtig: Wenn Sie gefragt werden, sollten ihre Auszeit erklären können.
Erfinden Sie keine langen Geschichten, sondern geben Sie eine klare, nachvollziehbare Erklärung Ihrer „Lücke“ im Lebenslauf.

Sollten Sie Lücken im Lebenslauf haben – lassen Sie nicht davon abhalten Ihren Traumjob zu suchen.

Herzliche Grüße - Ihre Judith Eggers

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Ich freue mich auf Sie.

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