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Wie aus „Ich kann nichts“ ein neues Leben wurde
Das Wichtigste in Kürze
Eine junge Frau verliert ihren Job durch eine Umstrukturierung. Sie ist Anfang dreißig, hat fünf Jahre treu gearbeitet — und glaubt, dass sie nichts kann. In diesem Coaching entsteht aus Zweifel ein konkreter Plan, aus Angst Selbstvertrauen und aus einer Kündigung ein neuer Berufsweg. Die Geschichte zeigt: Manchmal braucht es nur jemanden, der an Sie glaubt — und die richtigen Fragen stellt.
Vor einiger Zeit fragte mich eine Kollegin: „Erzähl doch mal eine Erfolgsgeschichte.“
Mein erster Gedanke: Ich kann doch nicht über meine Klienten erzählen.
Aber dann — nach einigem Nachdenken: „Warum eigentlich nicht?“
Namen bleiben anonym. Die Geschichte ist real. Und vielleicht ist sie genau das, was Sie gerade brauchen.
Der erste Eindruck
Sie kam an einem Dienstagmorgen in mein Büro.
Anfang dreißig, ruhig, fast lautlos. Sie setzte sich, faltete die Hände im Schoß — und wartete. Nicht auf ein Gespräch. Eher darauf, dass es vorbei sein würde.
Ihr war gekündigt worden. Nicht weil sie schlecht gearbeitet hatte. Bei ihrem Arbeitgeber war umstrukturiert worden. Ihre Stelle war weggefallen.
Einer dieser nüchternen, unpersönlichen Sätze, die trotzdem mitten ins Selbstbewusstsein treffen.
Knapp fünf Jahre hatte sie dort gearbeitet. Immer zuverlässig, immer im Hintergrund. Hilfsarbeiten in der Buchhaltung. Aufgaben, die niemand sieht, solange sie gut gemacht werden.
Ich fragte sie, was ihr an ihrer Arbeit gefallen hatte.
Lange Pause.
„Die Zahlen“, sagte sie schließlich. „Wenn am Ende alles gestimmt hat.“
In diesem Moment wusste ich: Da ist mehr. Viel mehr.
Der schwierige Moment: sich selbst ernst nehmen
Die ersten Sitzungen waren mühsam, das sage ich offen. Nicht weil sie schwierig war. Sondern weil sie so tief davon überzeugt war, dass sie nichts konnte und nichts wusste. Jede Frage von mir wie ein Verhör wirkte. Ich musste ihr buchstäblich die Würmer aus der Nase ziehen.
Das ist ein Teil meiner Arbeit, über den wenig gesprochen wird:
Manchmal ist der erste Schritt nicht ein Plan — sondern die Erlaubnis, sich selbst überhaupt erst wahrzunehmen.
Zu sehen, was man wirklich kann.
Was einem wirklich wichtig ist.
Was man sich – ganz tief drinnen – eigentlich wünscht.
Irgendwann machte ich ihr ein Angebot: „Vergessen Sie für einen Moment, was realistisch ist. Was würden Sie sich wünschen — wenn alles möglich wäre?“
Sie sah mich skeptisch an.
Ich sagte: „Ich verspreche Ihnen, wir machen am Ende einen Realitätscheck. Aber zuerst dürfen Sie träumen.“
Was dann kam, war leise — aber klar: Sie wollte sehr gern weiter in der Buchhaltung arbeiten. Nicht assistieren. Verantwortung übernehmen. Selbständig Aufgaben ausführen für eigenem Bereich.
Von der Hilfskraft zur Buchhalterin
Wir schauten uns ihre Möglichkeiten an. Sie hatte ein Budget für Weiterbildung. Und tatsächlich sie fand eine Ausbildung zur Buchhalterin nebenberuflich. Dauer sechs Monate.
Mit der Begeisterung für die Ausbildung kam sofort die Angst: „Was, wenn ich es nicht schaffe?“
In diesem Moment geben viele Mensche auf, bevor sie überhaupt angefangen haben.
In dieser Situation ist es nicht meine Aufgabe zu beruhigen, sondern gemeinsam hinzuschauen. Also spielten wir alle Szenarien durch.
Was kann schiefgehen? Was tun wir dann?
Was ist das Schlimmste und wie wahrscheinlich ist es wirklich?
In dem wir ihre Ängste genau anschauten, verloren sie ihre Macht. Meine Klienten konnte sich bewußt entscheiden. Sie meldete sich für die Ausbildung an.
Ihr Mann war von Anfang an dabei – nicht im Coaching, aber zu Hause. Er übernahm mehr Aufgaben im Haushalt, damit meine Klientin Zeit für ihre Hausaufgaben hatte. Eine kleine Geste, mit großer Wirkung.
Alle zwei Wochen sahen wir uns. Nicht um Fortschritte abzuhaken, sondern um Zweifel zu bearbeiten, bevor sie zu groß wurden. Sie fand eine Lernpartnerin, mit der sie die Aufgaben gemeinsam löste. Das Alleinsein mit dem Stoff fiel weg.
Und mit jedem Monat wurde sie ein kleines bisschen sicherer.
Die Jobzusage — noch vor der Prüfung
Kurz vor ihrer Abschlussprüfung schrieben wir ihre erste Bewerbung. Sie bekam sofort eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Das bereiteten wir gemeinsam vor.
Was sie von sich erzählen würde. Was war die passenden Kleidung ( kleine Modenschau in meinem Büro). Wie sie mit schwierigen Fragen umgehen kann. Welche Fragen sie selbst fragen wollte.
Vorstellungsgespräche sind keine Prüfungen. Es sind Gespräche zwischen zwei Menschen, die herausfinden wollen, ob sie zusammenpassen. Wer das verinnerlicht hat, geht anders rein. Sie ging in dieses Gespräch als jemand, der weiß was er kann.
Am Ende des Gesprächs bekam sie die Zusage — unter einer Bedingung: die Prüfung bestehen.
Hat sie natürlich bestanden!
Der letzte Tag – Startpunkt
Als wir uns zum Abschluss trafen, kam sie mit einer Orchidee. Sie stellte sie auf meinen Schreibtisch.
Sie sah mich an und sagte: „Ohne Sie hätte ich mich nicht getraut, diesen Weg zu gehen. Ich bin so froh und so stolz auf mich.“
Ruhig wie immer. Aber strahlend.
Diese Momente sind der Grund, warum ich diese Arbeit mache. Es ist nicht die Strategie, nicht der Plan. Es ist Mensch, der am Ende weiß: Ich habe das geschafft.
Fazit
Eine Kündigung ist kein Urteil über Ihren Wert. Sie kann ein Wendepunkt in Ihrem Leben sein.
Meine Klientin kam mit der festen Überzeugung, nichts zu können. Sie ging mit einem neuen Job und einem anerkannten Abschluss. Sie ging mit dem Vertrauen in sich selbst, das sie vorher nie kannte.
Was den Unterschied gemacht hat? Nicht ein Wundermittel. Sondern drei Dinge:
Erstens: Den Mut größer zu denken, als es die aktuelle Situation erlaubte.
Zweitens: Einen konkreten Plan, der zu ihr und ihrem Leben passte.
Drittens: Jemanden an ihrer Seite. Jemand, der auch dann noch an sie glaubte, wenn sie es selbst nicht tat.
Genau das ist Coaching. Nicht Ratschläge von oben. Sondern Begleitung auf Augenhöhe. Mit Klarheit, Struktur und einem echtem Interesse an Ihrer Situation.
Die Frage ist nicht, ob Sie das auch schaffen können.
Die Frage ist: Wann fangen Sie an?
Und Sie?
Vielleicht erkennen Sie sich ein bisschen in dieser Geschichte wieder. Vielleicht nicht in den Details — aber in dem Gefühl, nicht zu wissen, ob man gut genug ist. Ob es sich lohnt, den nächsten Schritt zu wagen.
Die Antwort lautet fast immer: ja.
Wenn Sie herausfinden möchten, was Ihr nächster Schritt ist — sprechen Sie mit mir. Das erste Gespräch ist kostenlos und unverbindlich.
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Fazit: Was diese Geschichte wirklich zeigt
Und Sie?
