Was hat eine Kristallkugel mit Coaching zu tun?

Ein Coachee erzählte mir vor einiger Zeit diese Geschichte: Er hätte einem Arbeitskollegen erzählt, dass er sich coachen lasse. Darauf kam diese Antwort „Da kannste doch gleich auf dem Jahrmarkt gehen und eine Glaskugel befragen lassen. Das ist auch noch billiger!“ – Um es auf den Punkt zu bringen: Coaching ist unseriös und bringt nichts.

Coaching – bringt nichts

Ich habe als Coach keine Glaskugel, denn es ist nicht meine Kompetenz und Aufgabe in die Zukunft zu blicken. Ich bin der „Steuermann“ für meine Coachee, damit sie als „Kapitän“ ihr Ziel erreichen. Die wichtigste Voraussetzung für ein erfolgreiches Coaching ist das gegenseitige Vertrauen! Ohne das passiert gar nichts!

Ob Coaching etwas bringt, hängt sicher von der Seriösität und Kompetenz des Coaches ab. Für Seriosität spricht eine qualifzierte Ausbildung. Eine tolle Liste der Zertifikate, Ausbildungen und Mitgliedschaften, ist noch keine Garantie für Qualität, aber ein erster Anhaltspunkt. Zum Coaching gehört auch eine gewisse Lebens- und Berufserfahrung.

Was hat die Person getan bevor sie Coach wurde? Welche beruflichen Erfahrungen bringt sie mit? Ein guter Coach hat „Kundenstimmen“ auf seiner Homepage. Ob sie echt sind, kann niemand garantieren.

Manche Coaches arbeiten nach bestimmten Methoden wie z.B. Wing-Wave oder NLP (Neuro-Linguistisches Programmieren) oder Hypnotherapie. Dann sollte ein Interessent oder eine Interessentin prüfen, ob ihnen diese Methoden zusagen. Auch eine Fokussierung auf wenige Themen spricht für Qualität. Jemand der alles kann, gibt es den wirklich? Ein seriöser Coach bietet ein kostenloses Erstgespräch an. Damit erste Fragen besprochen werden können, um den Coach und seine Arbeitsweise kennenzulernen. Damit beide Seiten entscheiden können, ob sie zueinander passen und die Kompetenz zur Lösung der Fragestellung da ist.

Ob Coaching etwas bringt, hängt auch vom Coachee ab. Wer wirklich etwas an sich oder seiner Situation verändern möchte, dem wird Coaching „etwas bringen“ – der Coachee wird sein Ziel erreichen. Außerdem bekommt er oder sie Tools und Techniken an die Hand, die nach dem Coaching weiter genutzt werden.

Was Coaching nicht ist

Coaching ist keine Langzeit-Beziehung, sondern endet mit der Zielerreichung oder nach einem vereinbarten Zeitraum. Manche Coachee vereinbaren immer mal wieder einen Termin, weil sie ein spezielles Problem lösen wollen.

Coaching ist keine Therapie - ein Therapeut oder eine Therapeutin und gleichzeitig Coach sein – für mich ein zweischneidige Sache. Wie gut werden die beiden Felder von einander abgegrenzt. Denn als Coach bin ich ausdrücklich kein Therapeut und kenne meine Grenzen, wenn ein Coachee psychisch oder körperlich erkrankt ist.

Man muss sein Innerstes preisgeben

Im Coaching geht es nicht darum, den Coachee bloß zu stellen oder von oben herab zu belehren. Coaching lebt davon, Fragen zu stellen und zuzuhören. In einem geschützten Raum und mit einem vertrauensvollen Umgang auf Augenhöhe. In dieser Atmosphäre kann der Coachee über Dinge sprechen, die er oder sie sonst niemanden anvertrauen mag. Der Coachee bestimmt wie weit er sich öffnet und worüber er oder sie sprechen möchte.

Wenn ich Fragen stelle, bin ich keine Verhörspezialistin. Ich bin neugierig. Meine Fragen sollen zum Nachdenken anregen. Sokrates hat das Fragen mit der Hebammen-Kunst (Mäieutik) verglichen. Durch gute Fragen findet der Coachee die Antworten in sich selbst. Nicht auf jede Frage muss ein Coachee antworten. Er oder sie entschiedet und hat jederzeit die Kontrolle über das was geschieht – zumindest bei meiner Form des Coachings.

Der Coach bestimmt was passiert

Wenn ich mit bestimmten Tools arbeiten möchte, erkläre ich dem Coachee was und warum ich etwas machen möchte. Der Coachee beschließt, ob er diesen Weg mitgehen möchte. Wenn nicht – finden wir einen anderen Weg. Wichtig ist nur, dass wir auf dem Weg zum Ziel vorankommen.

Worum es gehen soll, klären wir am Beginn jeder Sitzung. Entweder nehmen wir den Faden wieder auf, oder der Coachee hat ein anderes Thema, das aktuell geklärt werden soll. Der Coachee bestimmt das Tempo – legt fest in welchem Rhythmus wir uns treffen wollen. Am Ende jeder Sitzung soll der Coachee mit einem guten Gefühl und motiviert nach Hause gehen.

Für die Praxis bringt Coaching gar nichts

"Ein bis zwei Stunden Coaching und dann? Das ist wie bei Seminaren, danach ist man hochmotiviert und dann ist man schnell wieder im Alltagstrott."

Genau das ist beim Coaching anders. In einer Sitzung geht es um ein bis zwei konkrete Probleme, für die Lösungen entwickelt werden. Die Hausaufgabe für den Coachee ist es, in der Praxis auszuprobieren, ob die Lösung funktioniert. In der nächsten Sitzung besprechen wir, wo es hakt.  Dann wird wieder ein Weg erarbeitet, um das Ziel zu erreichen. Dieser Ablauf wiederholt sich, bis der neue Weg funktioniert und umgesetzt ist.

Und wenn ich mich im Coaching blamiere?

Können Sie nicht – wir arbeiten auf Augenhöhe. Es gibt kein falsch oder richtig. Wir suchen gemeinsam nach einem neuen Weg für den Coachee. Dabei sind Irrtümer und fehlerhafte Einschätzungen ganz normal. Der Coachee probiert Dinge im Alltag aus und aus Fehlern entsteht die beste Lösung. Manchmal tauchen auch Themen auf, an die bisher weder Coachee noch Coach gedacht haben – das ist normal. Dann werden diese Themen bearbeitet.

So ist Coaching

Coaching ist eine fließende Entwicklung. Es gibt keinen festen Fahrplan. Je nachdem wie sich die gemeinsame Arbeit entwickelt, justieren Coachee und Coach die Ziele für das Coaching nach. Am Ende des Coachings muss der Coachee mit dem Ergebnis zufrieden sein. Er oder sie hat eine genaue Vorstellung davon, wie es weitergehen soll und was zu tun ist.

Seit vielen Jahren arbeite ich als Coach und bin immer noch begeistert, zu welchen Resultaten und zu welchem Wachstum meine Coachees fähig sind. Es macht mir einfach Spaß mit Menschen Lösungen für ihre Anliegen und Probleme zu finden.
Nicht ich entdecke die Lösung, sondern meine Coachees. Ich helfe ihnen ein wenig dabei.

Am Ende eines Coachings feiern wir gemeinsam den Erfolg.

Mein Selbstverständnis

Meine Leitlinien für das Coaching sind Achtung vor jedem einzelnen Menschen. Wir begegnen uns auf Augenhöhe. Ich bin nicht klüger als mein Coachee – ich habe nur ein anderes Wissen. Ich bin der Profi für Themen wie: Kommunikation und berufliche Veränderung. Meine Basis ist eine fundierte Ausbildung als Coach, permanente Weiterbildung und kollegialer Austausch.

Ach ja - ich habe jede Menge praktische Erfahrung.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Coaching gemacht?

Ist Coaching für Sie ein "Black Box"?

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  • Hallo liebe Judith, schöner Artikel. Ich habe in meinem Leben mit Coaching bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Erst hat mein Adoptivvater als ehemaliger Geschäftsführer eines Industrieunternehmens mich bei dem Aufbau meiner Selbsständigkeit erfolgreich unterstützt… dann tust du es so ganz nebenbei auf deine charmante Art in unseren Coworkings mit Tipps und Empfehlungen zu meinem Onlinebusiness. Lange Rede – kurzer Sinn- Coaching von professionellen Coaches kann ich jederzeit empfehlen!… Also nix mit Glaskugel und so….

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